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Blindness - Blick ins Dunkle / Archiv

 

 

 

 

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Am 23.August 2009 fand am Urmiberg bei Brunnen ein besonderer Anlass statt.

Adi Kunz & Ursula Röhtlin, Organisatoren des Blindness.ch 2009, organisierten diesen Anlass als Dank an das Blindenatelier in Horw.

Elf Sehbehinderte und Blinde Menschen mit ihren Begleitpersonen fanden sich am 23. August 2009 im Restaurant Timpelweid / Urmiberg ein und freuten sich sichtlich auf den bevorstehenden Biplaceflug.

Leider spielte das Wetter noch nicht mit, Nebel hing hartnäckig am Urmiberg und eine Sicht an den Boden war auch mit viel gutem Willen nicht vorhanden. nebel

So konnten sich die Sehbehinderten, die Begleitpersonen, die Biplacepiloten und Helfererst mal beim gemütlichen Beisammensein mit Kaffee und Gipfeli kennen lernen und erste Fragen stellen. Teilweise war neben der Vorfreude auch Nervosität zu spüren, welche der eine oder andere mit einem Kaffee-Schnaps oder Huuskaffee zu überdecken versuchte. Als das Mittagessen, feiner Kartoffelsalat mit Wienerli und Salat, verzehrt war, hellte es endlich auf und die Piloten wurden aktiv. Leider war das Aufreissen des Nebels nur von kurzer Dauer und die bereits vorbereiteten Piloten und Passagiere mussten noch fast eine Stunde am Startplatz warten, bis sich der Nebel so verzog, dass geflogen werden konnte. Der guten Stimmung unter den Gästen tat dies kein Abbruch und es wurde diskutiert, Erwartungen besprochen, instruiert, wie sie sich zu verhalten haben. Es wurde bald klar, dass diese Leute, trotz ihrer Sehbehinderung keine schwierigeren Passagiere sein würden. Ich staunte an diesem Tag des Öfteren, wie sicher sie sich in unbekanntem Gelände bewegten, bei den meisten war von der teilweise sehr starken Sehbehinderung (Maria z.B. sieht nur noch auf einem Auge und mit dem nur 2%) nichts zu erkennen. Eine besondere Herausforderung für den Piloten war die Situation mit Passagier Thomas, der blind und taub ist.Mit seiner Begleitperson wurden gute Instruktionen abgemacht und Zeichen vereinbart, mit denen sich Oliver mit Thomas in der Luft, v.a. für die Landung,verständigen konnten. Die beiden haben das toll hinbekommen und nach einer sanften Landung war Thomas sehr glücklich über das tolle Flug-Erlebnis.

Nach dem Fliegen hatte Adi eine Überraschung parat. Die Gäste wurden in Weggis von privaten Booten erwartet und nach Alpnachstad überführt.Wo sie Ursula mit einem Apéro erwartete und anschliessend gemütliches Beisammensein bei Grill und Salaten geplant war.

Ein sehr gelungener Anlass.

Die Blinden und Sehbehinderten waren voll des Lobes über die Piloten und waren mit dem Flugerlebnis überglücklich.

Auch wenn sie sich den Ablauf des Startens und Landes nicht vorstellen konnten, wie es sein würde, konnten sie das Fliegen, die Schwerelosigkeit, das Schweben sehr geniessen.

Aussagen wie; Ein traumhaftes Erlebnis, Ich würde sofort wieder gehen, Schöner als erwartet, Herrlich, diese Freiheit und dieses Schweben, Genuss der Schwerelosigkeit Intensives Gefühlserlebnis, wahrscheinlich intensiver als für Sehende, weil die anderen Sinnesorgane geschulter sind. Eine Passagierin bekam Höhenangst und konnte den Flug daher nicht so geniessen. Der Pilot habe sie aber gut abgelenkt und so war der Flug alles in allem doch ein Erlebnis.

Als ich die Gespräche und Aussagen hörte, konnte ich feststellen, dass es für die Sehbehinderten genauso ein Erlebnis war wie für andere Passagiere. Das Ungewisse, das auf einem zukommt, die Vorfreude, das Sich-Rene LandungNicht-Vorstellen-Können und dann das Erlebnis, das alles übertrifft. Die Wichtigkeit, wie der Pilot sich verhält, gute Instruktionen gibt und Sicherheit ausstrahlt, damit Vertrauen entstehen kann, das wesentlich dazu beiträgt, dass der Flug genossen werden kann.

Ein herzliches und grosses Dankeschön allen Mitwirkenden, vor ab den Biplacepiloten; Martin Imlig, Oliver Guntli, René Mantel und Josef Bühler von der Flugschule WinWings.



Auch allen anderen Helfern, Sponsoren und dem Urmibergteam dankeschön!

Geschrieben von Martina Gasner